Das Hauptziel der kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. lässt sich unter dem Schlagwort Teilhabe zusammenfassen. Ob es die Teilhabe an spendenbasierten Kultur- und Begegnungsangeboten im hinZundkunZ ist, die Möglichkeiten des sinnvoll Tätigseins für Manufakturisten und workshop Teilnehmer, der freien Nutzung der gesammelten Restmaterialien zur kreativen Gestaltung oder die Möglichkeit das eigene Lebens- und Arbeitsumfeld aktiv mitzugestalten – alles spiegelt unser Streben Teilhabe für alle zu generieren.
Das zweite Ziel – brachliegende Ressourcen zu nutzen – ergibt sich notwendigerweise aus dem ersten. Da uns, wie wahrscheinlich den meisten ideell arbeitenden Initiativen, wenig finanzielle Mittel zur Umsetzung unserer Ideen zur Verfügung stehen, konzentrieren wir uns auf das Naheliegende – verwerten was schon da ist. Und das ist eine ganze Menge. Leerstehende Häuser gibt es haufenweise in Leipzig, die einem Vorhaben wie unserem förderlich sind, ebenso wie Ladengeschäfte, die sich in einen wahrnehmbaren Kulturraum umwandeln lassen. Überflüssiges aus kaputt sanierten Häusern lässt sich für unsere Arbeit nutzen. Ebenso wie die Restmaterialien, die sich in Privathaushalten ansammeln und die -zumindest für die ältere Generation die Mangel kennen- zu schade zum wegwerfen sind. Wir, Handwerker, Künstler oder Erzieher auf der Suche nach Bastelmaterial für die Kinder verwerten es.
Dies soll sich aber nicht nur auf eine kleine Enklave beschränken. Wir wollen der Georg-Schwarz-Strasse wieder zu einem lebendigen Flair verhelfen, in der sich gern Menschen ansiedeln. Die kleinen Läden sollen wieder genutzt werden und zwar nicht von den diversen Ketten und Discountern, die alle Straßen in allen Städten so auswechselbar und langweilig machen. Deshalb besteht unser Ziel auch darin, aktive und alternative Gruppen und Nutzer in die Strasse zu locken, die dann wiederum mit eigenen Ideen, Entwürfen und Projekten die kreative Stadtteilentwicklung mitgestalten.