Filmwelten und Alltagshelden im Oktober

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FILMWELTEN UND ALLTAGSHELDEN

Film- und Workshopreihe zu nachhaltigem Leben

kunZstoffe zeigt im Rahmen unserer von der Aktion Mensch geförderten Filmreihe „Filmwelten und Alltagshelden“ acht Filme im Zeitraum September bis Dezember 2017 zum Themenkomplex nachhaltiges Leben. Gemeinsam setzen wir uns mit den Themen Umweltschutz, nachhaltige Lebensweise, Arbeitsbedingungen und ein faires Miteinander auseinander.
Jedem der Filme folgt ein Workshop, welcher von unterschiedlichen Dozent*innen geleitet wird. Wir möchten damit den Rahmen für qualitativen Austausch unter den Zuschauer*innen und den Expert*innen schaffen.

EINTRITT FREI!

Veranstaltungsort: krimZkrams, Georg-Schwarz-Str. 7, 04177 Leipzig

Unsere Reihe im Oktober:

12.10.2017, Beginn 19 Uhr

MIETE ESSEN SEELE AUF – von Angelika Levi und Christoph Dreher

„Miete essen Seele auf“ dokumentiert 2 Jahre nachbarschaftliche Organisierung und Protest am südlichen Kottbusser Tor. Der Film portraitiert bewegend die Akteure des Protestes. Er verknüpft die Wohnungsfrage mit der Geschichte der Migration und betont eine Verbindung von Rassismus und urbaner Verdrängung.

In der Nacht des 26. Mai 2012 zimmerten einige Bewohner der Sozialwohnungen am Kottbusser Tor, mehrheitlich türkischstämmige NachbarInnen, aus Europaletten ein Protesthaus zusammen. Sie nannten es „Gecekondu“, aus dem Türkischen übersetzt heißt das: „Über Nacht erbaut“.

Mit dieser Besetzung eines öffentlichen Platzes im Zentrum von Kreuzberg, begann die Mieterinitiative Kotti & Co einen bis heute täglich sichtbaren Widerstand, und holte das Thema des sozialen Wohnungsbaus und die massive Verdrängung von langjährigen BewohnerInnen aus der Innenstadt auf die politische Agenda.

Menschen mit sehr verschiedenen Biografien und politisch unterschiedlichen Ansichten begannen miteinander zu reden und ihre Geschichten zu teilen. Die Abgrenzungen und Vorurteile wichen einer positiven Verunsicherung, aus Nachbarschaft entstand Freundschaft.

Im Film spielt der „Cottbusser Chor“ mit, ein radikal postideologischer Chor, arrangiert und musikalisch komponiert von Nicholas Bussmann. Er versteht sich in Tradition linker Laienchöre, doch die sonst hierarchische Struktur des Chors wird durchbrochen und eine musikalische Fährte gelegt, die das Thema des Films spiegelt: das Verhältnis von Kollektiv und Individuum.

26.10.2017, Beginn 19 Uhr

WORK HARD PLAY HARD von Carmen Losmann

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt.

Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. In unserer modernen Arbeitswelt bedeutet die Sanierung eines Betriebes die Sanierung der Mitarbeiter

FIPRESCI Preis DOK Leipzig 2011

Preis der ökumenischen Jury DOK Leipzig 2011

Healthy Workplaces Award DOK Leipzig 2011

Goldener Schlüssel Dokumentarfilmfestival Kassel 2011

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